Metall

Dem Metallelement wird der Herbst zugeordnet und die dazugehörigen Organe sind Lunge und Dickdarm. Sein Geschmack ist scharf und kann die Energie im Körper in Bewegung bringen.  Viele aromatische Gewürze finden wir im Metallelement und wir machen uns deren Wirkung für unsere Verdauung zunutze. Es muss dabei nicht brennend scharf zur Sache gehen, auch Kümmel und  Koriander oder Muskatnuss zählen dazu, aber natürlich auch Chilli, Ingwer oder Tabasco. Gerade in der kühleren Jahreszeit wärmen diese Gewürze unseren Körper und schützen uns so vor Erkältungskrankheiten.

Apfel- und Birnenkompotte mit etwas Ingwer, Nelken, Zimt, Kardamom  und Sternanis sind jetzt empfehlenswerter als  große Mengen rohes Obst.

Roter oder weißer  Traubensaft  mit denselben Gewürzen kurz geköchelt liefert  ein wärmendes Getränk, das auch aufgrund seiner natürlichen Süße Kinder lieben.

Ingwertee (1 Stk. Ingwer ca. 10 min. ziehen lassen) wärmt uns, wenn wir das Gefühl haben, eine Erkältung ist im Anzug (natürlich auch zu jeder anderen Zeit, wenn es uns fröstelt).

Yogitee mit seinen scharfen Gewürzen öffnet ebenfalls unsere Poren und bringt uns zum Schwitzen.

Das Getreide im Metallelement ist der REIS !!!

-  Ganz besonders vorstellen möchte ich hier den  Süßreis!

Süßreis ist eine sehr eiweißreiche Reissorte, die sehr stärkend und nährend wirkt.

Für Menschen mit geschwächter Konstitution  (Kinder, Kranke, Alte Menschen oder Menschen mit einem Milz-Qi-Mangel) ist Süßreis so ideal, weil er leicht verdaulich ist. Schwangeren und stillenden Müttern wird er empfohlen, weil der die Milchbildung anregt und auch die Blutbildung unterstützt. Bei Durchfallserkrankungen empfiehlt sich ein Reis-Congee zu kochen: 1 Tasse Süßreis und 8 Tassen Wasser einige Stunden kochen, bis das Wasser ganz aufgesogen ist.

 

Unser Dickdarm:

Er stellt die letzte Instanz unseres Verdauungstraktes da. Die Peristaltik des Dickdarms hängt auch mit der Lungenfunktion zusammen. Eine Form der Obstipation (Verstopfung) oder Darmträgheit resultiert dementsprechend auch aus einer Schwäche der Lungenfunktion. Ganz gezielt können wir hier auf unsere Atmung achten, die tief und voll sein sollte, und nicht oberflächlich seicht. Dabei unterstützen kann uns natürlich Sport und Bewegung oder Yoga.

Abfallstoffe, die nicht über den Dickdarm  oder die Atmung ausgeschieden werden können, müssen über die Haut entweichen, oder sammeln sich im Körper an.

Scharf erfrischende Lebensmittel unterstützen die Funktion des Dickdarms:

-  Gedünsteter Rettich mit etwas Butter und Salz

-  Rettichsaft

-  Milchsauervergorene Gemüse und Getränke, wie Brottrunk, Sauerkrautsaft, Rote Betesaft oder Miso regen ebenfalls die Verdauung an

-  Leinsamen quellen lassen und einnehmen

Erdmandeln sind beliebte Ballaststofflieferanten

-  Feigen und Pflaumen eingeweicht befeuchten ebenfalls den Dickdarm

Veroson von der Fa. Sonnenmoor unterstützt ihren täglichen Stuhlgang schonend

Der psychologische Aspekt der Lunge wird dem materiellen Ursprung unseres Lebens zugeordnet und er sorgt für die Erhaltung und die Fortpflanzung des Menschen. Das heißt,  hier werden die Instinkte und Triebe hervorgebracht und wir sorgen für die Arterhaltung. Dafür ist es notwendig eine zukunftssichere Existenz zu haben. Ängste um eine solche können dementsprechend zu einer Schwächung der Lungenenergie führen  (Krieg, Arbeitslosigkeit, Geldsorgen …) 

Die Emotion der Lunge ist die Trauer. Nicht verarbeitete oder längeranhaltende Trauer kann die Lungeenergie schwächen.