Wasser

Dem Wasserelement ist der Winter zugeordnet und die Organe Niere/Blase und die Sexualorgane. Nun ist die ideale Zeit für Rückzug, Innehalten und in der Stille erfolgt die Regeration. Wir achten auf einen erholsamen Schlaf und auf die richtige Ernährung mit unbedingt warmen Mahlzeiten, denn unser Körper muss  in unseren Breiten nicht nur  von außen vor Kälte geschützt werden, sondern auch von innen.  Rohes sollte nur ganz wenig verzehrt werden. Auf gar keinen Fall eisgekühlte Getränke, Speiseeis oder zu viel Südfrüchte essen.

Die ideale Ernährung findet jetzt Wintergemüse mit viel Gewürzen im Speiseplan vor (Kohlgemüse als Vitamin-C-Lieferant, Kürbis, Kastanien, Rotkraut und Weißkraut, Sellerie, Petersilie, Lauch, Pastinaken). Es werden langgekochte Eintöpfe serviert. Kraftsuppen in Form von Hühnerbrühe oder Gemüsebrühe mit Algen erweitern das Angebot.

Die Knochen gehören ebenfalls zum Wasserelement. Der Geschmack des Wassers ist salzig. Und wir machen uns diesen Geschmack in Form von mineralstoffreicher Lebensmittel wie Salz, Miso, Algen, Sojasauce, Umeboshi-Produkte, Meeresfrüchte und Meeresfische  zunutze, um diese wertvollen Mineralien gerade im Winter, wo der Körper auf Ruhe eingestellt ist, einzuspeichern.

Hülsenfrüchte finden wir wegen ihrer nierenähnlichen Form im Wasserelement und sie liefern uns gerade auch im Winter hochwertiges Eiweiß:

-  Kidneybohnen

-  Rote Linsen

-  Kichererbsen

-  Mungbohnen

-  Adzukibohnen

-  Braune Linsen

-  Gelbe Linsen

Salz ist ein extremer Vertreter des salzigen Geschmackes und wir sollten nicht mehr als 5 g täglich davon zu uns nehmen. Weitere wichtige Mineralienlieferanten im Wasserelement bilden die Meeresalgen, welche allerdings wegen der Umweltbelastungen der letzten Zeit auch mit Vorsicht zu genießen sind. Ein bei uns kaum bekanntes Lebensmittel, jedoch aufgrund seiner Qualität als Basenlieferant unbedingt in die Fünf -Elemente - Küche gehörend, bildet  die Umeboshi-Aprikose!

Diese gilt in China und Japan schon Jahrtausende als kraftvolles Heil- und Lebensmittel. Die getrocknete fermentierte Aprikose  ist ein sehr gutes Hausmittel bei Magen/Darmproblemen, Übelkeit, Kopfschmerzen und vielen anderen Unpässlichkeiten.

Durch die lange Fermentationsdauer (ca. 2 Jahre) in unraffiniertem Meersalz bindet sich das Salz organisch in der Masse und ist somit vom Körper leichter zu verstoffwechseln und belastet die Niere nicht so sehr wie mineralisches Salz.

Ume-Su ist die Flüssigkeit, die bei der Fermentation entsteht. Es entwickeln sich Milchsäurekulturen, sie ist sehr enzymreich und wirkt sehr basisch. Der Geschmack ist salzig. Geeignet ist sie zum Salzen, wobei man sich am besten einen Zerstäuber kauft und die Flüssigkeit damit auf allen Speisen verteilt. Zum Zubereiten von Salatdressings ist sie ebenfalls sehr gut zu empfehlen. Auch wenn man auf Essig verzichten muss oder will.

Ume-paste hat dieselben Eigenschaften wie Ume-Su, jedoch ist sie noch viel konzentrierter und gehaltvoller. Sie können sie anstelle von Salz jedem Gericht am Ende, wenn nicht mehr gekocht wird, zufügen und liefern damit wertvolle  Basen. Ein Muss vor allem auch bei Hülsenfrüchten, weil sie damit leichter verdaulich werden.

Umeboshi-Aprikosen getrocknet 

Umeboshi-Paste

Ume-Su

Der psychologische Aspekt der Nierenenergie ist die Willenskraft.  Der ursprüngliche  Wille des Menschen ist der Wunsch zu leben und die Bereitschaft, die Herausforderungen des Lebens anzunehmen. Mit einer starken Willenskraft können wir unsere Ziele konzentriert verfolgen und auch erreichen. Damit verbunden braucht`s oft ein bisschen Mut und gerade durch das Überwinden unserer Zaghaftigkeit gelangen wir ans Ziel. Angst ist die Emotion der Niere und wenn sie zu stark ist, kommen wir oft nicht vorwärts im Leben und schwächen damit auch unser Wasserelement. Ebenso belasten anhaltende Beziehungskrisen unsere Nierenenergie.