Erde

Das Erdelement bildet unsere Mitte und es ist unser nährendes Element.  Milz/Magen/Bauchspeicheldrüse  sind der Motor unserer Verdauung und unseres gesamten Stoffwechsels, auch Verdauungsfeuer genannt. Hier wird aus unserer Nahrung Energie gewonnen und  weiterleitet.  Fett-Eiweiss-Kohlenhydrate mit der Geschmacksrichtung „süß“  sind die Bausteine dieser Nahrung und wir finden die meisten davon im Erdelement, das im Jahreszyklus den Spätsommer und die jeweiligen Übergangsphasen während des Jahreszeitenwechsels darstellt.  Unsere Mitte, so nennen wir hier kurz unsere Verdauungsorgane,  ist ständig damit beschäftigt aus  den Lebensmitteln, die wir zu uns nehmen Energie, Muskeln, Blut, Haut usw. herzustellen.  Umso verständlicher, wie wichtig es ist,  hochwertige Lebensmittel zu verwenden, die auch wirklich die notwendigen Stoffe liefern.  Jedoch genauso wichtig ist es, diese  hochwertigen Lebensmittel auch umzuwandeln. Ist nämlich unser Verdauungsfeuer durch  falsche Essgewohnheiten aus der Balance geraten oder gar fast erloschen, stellen sich die heute so verbreiteten Verdauungsbeschwerden  wie  Völlegefühl, Blähungen oder  Süßgelüste ein. Weitere Hauptsymptome dieses Milz-Qi-Mangels, so nennt die TCM diese Beschwerden, können sein:

·         Nahrungsmittelunverträglichkeiten

·         Müdigkeit, besonders auch nach dem Essen

·         Kalte Hände und Füsse und allgemeines Kältegefühl

·         Schwaches Bindegewebe und damit verbundene Cellulitis

·         Infektanfälligkeiten

·         Übergewicht

Unsere heutigen Ernährungsgewohnheiten verursachen zum Großteil diesen Milz-Qi-Mangel und  dazu gehören:

·         ein viel zu hoher Anteil an weißem Zucker

·         ein viel zu hoher Anteil an Milchprodukten (Joghurt, mit oder ohne Zucker, Käse, Topfenprodukte)

·         der übermässige Verzehr von Rohkost ("Salat"  als Hauptgericht - vorallem Frauen und Mädchen sind davon betroffen)

·         Tiefkühlkost und denaturierte Nahrungsmittel

·         Eiweissmangel bei Vegetariern oder Veganern (kann vorkommen, muss nicht sein)

·         unregelmässige Essenszeiten, Hektik beim Essen

·         zu häufige Brotmahlzeiten

 

Hier einige Empfehlungen für Ihren Ernährungsstil, um Ihr Verdauungsfeuer zu stärken:

-  planen Sie Ihre  Mahlzeiten  für ein paar Tage im voraus

-  4-5 mal pro Woche kleine Mengen an hochwertigem Eiweiss  in Form von Fleisch, Fisch, Eiern, Hülsenfrüchten, Tofu, Pilze

-  öfters warme vegetarische Abendmahlzeiten in Form von Suppen,leichte Getreidegerichte oder gedünstetes Gemüse

-  warme Getränke anstelle von kalten, keinesfalls eisgekühlte Getränke

-  Milchprodukte meiden, vorallem Joghurts und Sauermilchprodukte und wenig Käse

-  Alternativen sind: Sojadrink, Reisdrink, Haferdrink, Mandeldrink

-  Ein ganz wichtiger  Aspekt in der 5 - Elemente - Ernährung bildet das "Warme Frühstück:"  da die Verdauungskraft am Vormittag am größten ist, können  wir zu dieser Tageszeit mit einem warmen Essen unsere Organe im Erdelement  besonders stärken: z. B.   warmer süßer oder pikanter Getreidebrei oder eine Suppe !

   Alternative als schnelle Variante: (wenn die Zeit zum Kochen knapp ist)

-  "Morgenstund" Frühstücksbrei von Jentschura

"Basis Frühstücksbrei" von Rapunzel

"Frühstücksbrei Frucht" von Rapunzel

Ganz wichtig:  versuchen Sie langsam zu essen und bewusst lange zu kauen: ca. 50 mal pro Bissen!  Vielleicht anfangs ungewohnt, jedoch sehr wirksam und wichtig, vor allem da bereits in Verbindung mit dem Speichel die Vorverdauung im Mundraum  passiert und hier auch Säuren abgebaut werden.

Ist Ihr Verdauungsfeuer nicht im Gleichgewicht und kennen Sie einige der oben genannten Beschwerden, kann ich Ihnen zusätzlich zur Ernährungsumstellung noch eine Kur mit unserem                                            Trinkmoor von der Fa. Sonnenmoor empfehlen. Dieses Moor wird in Salzburg abgebaut und wirkt sanft auf die Magen- und Darmschleimhaut. Empfohlen wird eine Kur von mindestens 2 Monaten.

Der psychologische Aspekt im Erdelement bezieht sich darauf, dass wir in unserer Mitte ruhen. Ein starkes Erdelement stellt uns die nötige Kraft und Energie zur Verfügung, um unseren Alltag und die damit verbundenen Verantwortungen zu meistern.  Über diese Belastungen hinaus, dürfen wir dabei auf uns selbst nicht vergessen. Wer auf sich selbst gut achtet , dem fällt es auch leicht, für andere da zu sein.

Grübeln und Sorgen sind die Emotion im Erdelement. Ein zuviel davon schwächt ebenfalls unsere Mitte.